INTAKTE UMWELT – GESICHERTE LEBENSGRUNDLAGEN

In unserer Freizeit zieht es uns ins Grüne: Wir fahren in die Berge, spazieren an Flüssen entlang oder durch den Wald. Wir genießen Natur, atmen auf, erholen uns. Natur ist ein Rückzugsort – für uns und für die zahlreichen Tiere, die sie bewohnen.

Wir Menschen sind mit unserer Umwelt untrennbar verbunden. Wir sind Teil von ihr und gleichzeitig ihre größte Bedrohung. Das Überleben ganzer Ökosysteme und zukünftiger Generationen hängt davon ab, ob wir heute Rücksicht auf die Regenerierbarkeit unserer natürlichen Ressourcen nehmen und unserer Verantwortung gegenüber Umwelt, Natur und Tierwelt gerecht werden.

Mehr Grün in die Städte und Dörfer

Natur-, Umwelt- und Tierschutz sind seit jeher GRÜNE Kernthemen. Wir wollen blühende Wiesen, Gärten und Äcker für eine summende Vielfalt im ganzen Land. Um das ökologische Gleichgewicht zu bewahren und dem Artensterben entgegenzuwirken, können wir überall anpacken. Auch in der Stadt bieten Vorgärten, begrünte Fassaden und Nistkästen statt Schottergärten und Asphaltflächen Lebensraum und Nahrungsquellen für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere. Bisher ungenutzte Weg- und Ackerränder, Verkehrsinseln und Entwässerungsgräben möchten wir in blühende Lebensräume für Biene und Co. verwandeln.

Blaue Bänder und grüne Oasen

Verbundene Biotope ziehen sich durch das ganze Land. Wir haben viel Grün in Rheinland-Pfalz: Die bestehenden Naturschutzgebiete wollen wir ausweiten und die Biotope flächendeckend miteinander verbinden, damit Tiere und Pflanzen sich bewegen können. Die Kommunen holen wir ins Boot und möchten möglichst viele von ihnen zu Aktion-Grün-Kommunen machen. Auf die erfolgreichen Programme im Natur- und im Gewässerschutz sind wir stolz und wollen diese ausbauen. Wir werden mit der engagierten Zivilgesellschaft, betroffenen Akteur*innen und Verbänden einen verbindlichen Austausch starten, um die bestehende Biodiversitätsstrategie des Landes weiterzuentwickeln. Dafür wollen wir weiterhin Renaturierungen von Gewässern vorantreiben, Auen und Moore schützen und damit die Lebensqualität für alle erhöhen.

Heute an den Wald von morgen denken

Den Wald, wie wir ihn kennen, wird es nicht mehr lange geben. Die Baumbestände unserer bisher robusten heimischen Arten wurden durch die Klimaerhitzung und die Dürresommer stark geschädigt. Damit wir den Wald als Lebensraum nicht gänzlich verlieren, ist unser Ziel ein klimaangepasster Mischwald mit ausgewiesenen Wildnisflächen. Wir etablieren deshalb den Klimawald 2100, um Zukunftswälder zu erforschen sowie natur- und klimaangepasste Arten der Bewirtschaftung wissenschaftlich zu erproben. Dadurch können extensive Bewirtschaftungsformen untersucht werden und sich unsere Wälder naturnah sowie klimaresistent weiterentwickeln.

Nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel

Wir wollen die Landwirtschaft grundlegend umbauen. Es ist Zeit für eine nachhaltige Landwirtschaft mit sinnvollen Anreizen für Landwirt*innen und transparenten Orientierungshilfen für Verbraucher*innen. Mit unserem landesweiten Ökoaktionsplan stärken wir nachhaltige und regionale Wertschöpfungskreisläufe und damit die Vermarktung direkt vor Ort. Bis 2030 bauen wir die Ökolandwirtschaft auf 30 Prozent aus.

In Einrichtungen wie Kitas, Schulen und betreuten Wohnformen setzen wir auf nachhaltige Ernährung sowie gesunde und regional produzierte Lebensmittel.

Tiere in der Landwirtschaft brauchen eine besondere Fürsorge: Wir setzen uns daher für das Ende der industriellen Massentierhaltung und für eine tiergerechte und flächengebundene Nutztierhaltung ein. Den Umbau der Nutztierhaltung möchten wir auf Bundesebene über eine Tierwohlabgabe finanzieren.

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