NACHHALTIGE MOBILITÄT – VIELE WEGE, EIN ZIEL

Jeder Mensch hat ein Recht auf Mobilität. Wir wollen daher attraktive Angebote für alle Generationen entwickeln: für Familien im Alltag und auf Ausflügen, für Pendler*innen zur Hauptverkehrszeit und für ältere Menschen, die selbstbestimmt mobil sein wollen.

Uns ist klar, der Nahverkehr muss für alle Menschen leicht zugänglich sein: Der Ticketkauf soll so einfach sein wie der Griff nach dem Autoschlüssel, der Zugang zu Bahnhöfen, Haltestellen und Fahrzeugen nicht aufwendiger als in das eigene Auto zu steigen. Wir brauchen Barrierefreiheit – vom Ticketkauf bis zur Fahrt.

Garantiert mobil

Wir führen die Mobilitätsgarantie für Rheinland-Pfalz ein. Das bedeutet für uns, dass wir mit einer klaren Definition eines Mindestangebots für den Nahverkehr auch am Wochenende und nachts am Wochenende dafür sorgen, dass dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Daseinsvorsorge auch im ländlichen Raum Rechnung getragen wird. Wir begrüßen es, dass der ÖPNV auf Bestreben der GRÜNEN zur kommunalen Pflichtaufgabe erklärt wurde.

Gut getaktet durch das ganze Land

1.000-mal um den Globus: So viele Zugkilometer kommen jährlich in Rheinland-Pfalz zusammen. Gelungen ist dies durch den weiteren Ausbau des Rheinland-Pfalz-Taktes mit uns GRÜNEN. Wir haben den Busverkehr zunächst im Norden des Landes mit ÖPNV-Konzepten erweitert, schrittweise werden sie nun auch in den anderen Verbünden eingeführt. Das heißt: Taktverkehr im Bussystem, Bedienung an allen Wochentagen, Anbindung kleinerer Orte, verknüpfte Reiseketten und eine bessere Anbindung an die Schiene. Angebot schafft Nachfrage. Wir wollen den Nahverkehr soweit stärken, dass sein Anteil im Verkehrsaufkommen von aktuell 8 Prozent auf deutlich über 20 Prozent im Jahr 2030 steigt. Das bedeutet: mehr investieren, mehr Planungskapazitäten schaffen.

Barrierefreiheit im Nahverkehr und im öffentlichen Raum

Barrierefreiheit ist wichtig für viele Menschen und existenziell für einige von uns. Uns GRÜNEN ist es wichtig, niemanden zurückzulassen. Die jeweiligen Nahverkehrspläne sollen die Umsetzung eines flächendeckend barrierefreien Nahverkehrs verbindlich und mit Fristen zur Umsetzung der Barrierefreiheit unter Beteiligung der Beiräte, Beauftragten und Verbände der Menschen mit Behinderungen regeln.

Ein Ticket für alles – Schluss mit dem Fahrkartendschungel

Wir führen ein Ticket für alle Angebote im Nahverkehr im ganzen Land ein, damit Mobilität nicht am Geldbeutel scheitert: das 365-Euro-Ticket für Schüler*innen, Auszubildende, Bufdis und FSJler sowie das Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen. Als nächsten Schritt wollen wir über diesen Personenkreis hinaus für alle ein landesweites Ticket anbieten.

Klimaneutral unterwegs – Rückenwind fürs Rad 

Neben der Verbesserung der Infrastruktur setzen wir uns die klimaneutrale Mobilität bis 2035 als Ziel. Wir brauchen bessere Luft vor Ort in unseren Städten und Dörfern und eine Reduktion der Emissionen weltweit. Hierbei hilft der Ausbau von E-Mobilität auf Straße und Schiene. Wir wollen einen zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur erreichen, der den steigenden Bedarf an Ladestationen deckt. Überall im Land sollen im Radius von zehn Kilometern Ladesäulen erreichbar sein. Bis zum Jahr 2025 sollen 70 Prozent aller genutzten Schienenwege elektrifiziert sein. Kombinierte Mobilitätspunkte zum Aufladen des eigenen Fahrzeugs und Umsteigen in den ÖPNV, ein flächendeckendes Sicherheitsladenetz und die Förderung von E-Lastenrädern ergänzen das Angebot sinnvoll.

Viele Menschen setzen bereits heute für ihre täglichen Wege auf das Rad. Diese Entscheidung ist gut für uns alle und soll daher unterstützt werden, mit Fahrradparkhäusern, Job-Rad-Angeboten und funktionalen Radwegeverbindungen von A nach B. Wir wollen das Tempo beim Um-, Aus- und Neubau von Radwegen mindestens verdoppeln und darüber hinaus die Geldmittel deutlich erhöhen. Auch im ländlichen Raum wollen wir die Attraktivität des Radverkehrs durch neue Radwege verbessern mit dem Ziel, gleichwertige Verhältnisse für das Fahrrad in Stadt und Land herzustellen. Auf Landesebene wollen wir die Stelle einer*s Radverkehrsbeauftragten zur Beratung der Kommunen über Fördermöglichkeiten schaffen, eine landesweite Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen ins Leben rufen sowie Radverkehrskonzepte beratend und finanziell fördern. Beim Landesbetrieb für Mobilität wollen wir das Personal für Planung und Bau von Radwegen deutlich stärken.

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